Anästhesie ist mit Problemen mit Speicher

Eine Vollnarkose, die von einem Kind unter einem Jahr getragen wird, kann im späteren Leben zu Gedächtnisstörungen führen, berichten die Forscher.

Die Wissenschaftler untersuchten zwei Gruppen von Kindern im Alter von 6 bis 11 Jahren. Die erste Gruppe bestand aus Kindern, die sich im Säuglingsalter einer Vollnarkose unterzogen. Die zweite Gruppe bestand aus Kindern, die keine Narkose hatten. Im Verlauf des Experiments notierten die Wissenschaftler die Gedächtnismerkmale und wie gründlich die Probanden die Details der ihnen gezeigten Zeichnungen rekonstruieren können.

Es stellte sich heraus, dass die Kinder, die in der Kindheit eine Anästhesie durchgemacht hatten, im Allgemeinen weniger Gedächtnisfähigkeiten hatten als ihre Altersgenossen. Die Fähigkeit dieser Kinder, in den Versuchsdetails der Zeichnungen wiederherzustellen, war um 20% niedriger. In diesem Fall unterschieden sich Säuglinge nicht in ihrem allgemeinen Intelligenzniveau oder ihren Verhaltensmerkmalen.

Die Erinnerung spielt eine sehr wichtige Rolle bei der Bildung des sogenannten autobiografischen Gedächtnisses, ebenso wie beim Studieren in Gruppen und beim Verstehen des gelesenen Materials. Auch eine unbedeutende Verschlechterung der Gedächtnisbildung könne die Weiterbildung von Kindern beeinträchtigen, so die Autoren der Studie.

Sie entscheiden noch nicht eindeutig über den Effekt der Anästhesie auf das Gedächtnis in einem späteren Alter und glauben, dass nur ein Experiment für sehr weitreichende Schlussfolgerungen unzureichend ist. Gleichzeitig warnen Experten vor einer Vollnarkose in Fällen, in denen dies nicht als Voraussetzung angesehen wird.