Farben und Lacke können mit Parkinson

Die Wissenschaftler sind zu einem enttäuschenden Schluss gekommen: Die chemische Verbindung, die in vielen Branchen seit vielen Jahrzehnten verwendet wird, erhöht das Risiko für Parkinson-Krankheit um das Sechsfache, schreibt The Telegraph.

Es geht um Trichlorethylen. Es wird beispielsweise in der Medizin als Anästhetikum und als industrielles Lösungsmittel verwendet. Im Jahr 2001 wurden seine krebserzeugenden Eigenschaften nachgewiesen, was zu einer Verringerung der Anwendungshäufigkeit in der EU führte.

Die letzte Studie, an der 99 eineiige Zwillinge beteiligt waren, ergab eine starke Verbindung zwischen Trichlorethylen und der Entwicklung der Parkinson-Krankheit. So machte sich die Krankheit in Paaren in einem Zwilling bemerkbar, und die zweite nicht. Die Untersuchung von Informationen darüber, ob die Zwillinge gegenüber Lösungsmitteln exponiert waren, zeigte, dass es Trichlorethylen war, das die Wahrscheinlichkeit der Erkrankung um mehr als das Sechsfache erhöhte.

Der Abstand zwischen der Wirkung des Lösungsmittels und dem Beginn der Entwicklung des Parkinsonismus betrug etwa 40 Jahre. Übrigens haben Wissenschaftler herausgefunden, dass zwei andere Lösungsmittel - Perchlorethylen und Tetrachlorkohlenstoff - ebenfalls anfällig für Parkinsonismus sind.

Laut einem der Autoren der Forschung von Dr. Samuel Goldman vom California Parkinson Institute zeigt die Studie, wie Umweltfaktoren die Entwicklung der Krankheit beeinflussen.