Entwicklungsländern fehlen mehr als 100000 Hebammen

Das Defizit der Hebammen in der Gesundheitsversorgung der Entwicklungsländer beträgt 112 Tausend Menschen. Diese Daten sind in einem von UNFPA-Experten erstellten Bericht enthalten.

Demnach sterben weltweit jährlich etwa 358000 schwangere und gebärende Frauen. Die jährliche Mortalität in den ersten 24 Stunden nach der Geburt beträgt 2 Millionen Neugeborene, die Anzahl der Totgeburten liegt bei 26 Millionen. Die Autoren des Berichts bezeichneten als Hauptgrund für diese Situation den Mangel oder das völlige Fehlen einer medizinischen Versorgung.

Eines der Millenniumsziele, 192 UN-Mitgliedsstaaten, kündigte bis 2015 den universellen Zugang zu reproduktiver Gesundheitsversorgung an. UNFPA-Experten untersuchten das System der Geburtshilfe in 58 Ländern und machten 91% der Müttersterblichkeit in der Welt aus. Gleichzeitig liegt der Gesamtbeitrag dieser Staaten zu Weltgeburten bei knapp 60%.

Der Studie zufolge werden 38 Länder aufgrund eines Defizits von 112000 Hebammen bis 2015 nicht in der Lage sein, 95 Prozent ihrer Frauen an qualifizierten Arbeitskräften zu versorgen. Am schwersten ist der Mangel an Hebammen in der Republik Guinea, Kamerun, Niger, Somalia, Sudan, Sierra Leone, Tschad, Äthiopien und Haiti.

Ein totaler Mangel an solchem ​​Personal in der Welt ist ungefähr 350000 Gesundheitspersonal. Ähnliche Zahlen wurden zuvor von Mitarbeitern der britischen Hilfsorganisation Save the Children erhalten. UNFPA-Experten sind der Ansicht, dass der Mangel an angemessener medizinischer Versorgung auf zwei Drittel der Müttersterblichkeit, etwa 60% der Todesfälle bei Neugeborenen und die Hälfte der Totgeburten zurückzuführen ist.