Eine Bestätigung der Autoimmunhypothese des Ursprungs von Autismus

Die Ursprünge von Autismus bei Kindern können im Autoimmunprozess liegen, der während der Schwangerschaft im Körper der Mutter auftritt. Die vom Immunsystem der Mutter produzierten Antikörper greifen Proteine ​​an, die für die Entwicklung des Hirngewebes des Fötus notwendig sind, was letztendlich zu Störungen führt, die für Autismus-Spektrum-Störungen charakteristisch sind. Eine Gruppe von Immunologen der Universität von Kalifornien führte zwei Studien durch, deren Ergebnisse diese Hypothese bestätigen. Die Autoren glauben, dass eine Autoimmunreaktion für etwa ein Viertel aller Fälle von Autismus verantwortlich sein könnte. Die Arbeiten sind in der Zeitschrift Translational Psychiatry veröffentlicht.

In der ersten Studie wurden sieben Proteine ​​identifiziert, an die maternale Antikörper gebunden sind. Alle diese Proteine ​​spielen eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung des fetalen Gehirns, jedes von ihnen arbeitet in einem bestimmten Stadium der neuronalen Bildung. Zum Beispiel ist das Protein cypin verantwortlich für die Bildung neuraler Verbindungen im Hippocampus, dem Bereich des Gehirns, der mit Lernen und Gedächtnis verbunden ist. Ein anderes Protein, CRMP1 reguliert neuronales Wachstum und Migration.

Bei 23 Prozent der 246 Mütter, deren Kinder mit Autismus diagnostiziert wurden, und bei nur 1 Prozent der 149 Teilnehmer in der Kontrollgruppe wurde eine ausschließliche Reaktivität auf diese spezifischen Antigene festgestellt. Darüber hinaus wurde festgestellt, dass Kinder, deren Mütter eine Autoimmunreaktion auf diese sieben Antigene haben, mehr autistische Symptome zeigen als andere.

Die Autoren der Studie arbeiten derzeit mit Pediatric Bioscience zusammen, um einen diagnostischen Test für Biomarker für zukünftige Mütter zu entwickeln und versprechen, dass sie innerhalb von anderthalb Jahren fertig sein werden.

In einer zweiten Studie erhielten acht schwangere Rhesusaffen Autoantikörper, die aus dem Blut von Müttern mit autistischen Kindern isoliert wurden. Forscher haben festgestellt, dass bei neugeborenen Jungen, die zwei Jahre lang untersucht wurden, signifikante Abweichungen im Verhalten auftreten.

Erstens haben die Autoren festgestellt, dass Mütter in ihrer Beziehung eine größere Sorgfalt als gewöhnlich zeigen, was als Zeichen für einige Abweichungen dienen kann. Zweitens waren erwachsene Junge unkonventionell für diese Art von Makaken, die sich sozial benahmen - sie "belästigten" ständig ihre Verwandten und hatten überhaupt keine Angst vor Fremden, was eine lebensbedrohliche Art von Verhalten ist. Das Scannen ihres Gehirns zeigte, dass das Volumen der weißen Substanz höher ist als normal, besonders in den vorderen Lappen, was die beobachteten Anomalien im Verhalten erklären kann.

Den Autoren zufolge stützen die Ergebnisse die Autoimmunhypothese, da sie die für die menschliche Form des Autismus charakteristischen Veränderungen widerspiegeln, jedoch mit einer Korrektur für das Tiermodell.